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Impulspapier der DBK – Arbeit nicht nur Mittel zum Zweck

Am Mittwoch präsentierte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ein Impulspapier, in dem sie die Arbeit als Beitrag zu einem erfüllten Leben vorstellt. Der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Impulspapier der DBK – Arbeit nicht nur Mittel zum Zweck
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ jannonivergall - pixabay user_id:19088294

Am Mittwoch präsentierte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ein Impulspapier, in dem sie die Arbeit als Beitrag zu einem erfüllten Leben vorstellt. Der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der DBK, Bischof Heiner Wilmer SCJ von Hildesheim, stellte das Dokument mit dem Titel „Die versöhnende Kraft der Arbeit“ gemeinsam mit der SPD-Politikerin und derzeitigen Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, vor. Darin warnen sie davor, dass Arbeit mehr ist als nur Geld verdienen, funktionieren und durchhalten. Arbeit sei ein unverzichtbarer Teil des Menschseins.

Impulspapier an Arbeitnehmer und Arbeitgeber

„Wenn Arbeit nur noch als Last empfunden wird, geht verloren, dass Arbeit einen Beitrag zu einem erfüllten Leben und einem guten Miteinander leisten kann“, heißt es in dem Impulspapier der DBK. Arbeit sei nicht nur Mittel zum Zweck, betonte Bischof Wilmer. Dennoch seien Arbeitsbedingungen erkennbar, „die es schwer machen, in der Arbeit Sinn zu finden“. Den Blick auf das Impulspapier gerichtet, sagte Wilmer, dass es an der Zeit sei, „den Blick zu weiten und Arbeit – als Teil des Menschseins – mit all ihren Dimensionen zu betrachten“.

Ohne die Arbeit schönzureden, müsse man die positiven Seiten betrachten, forderte Wilmer. Der Text richte sich daher an diejenigen, die mit der Arbeit hadern, und an diejenigen, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Ebenso sei er für jene gedacht, „die für die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich sind“. Lobende Worte für das Impulspapier fand die SPD-Politikerin Andrea Nahles. Gerade in der aktuellen weltpolitischen Situation sei das Dokument eine wichtige und ausgewogene Stimme, so Nahles. Da die Arbeitswelt starken Veränderungen unterworfen sei, gehöre das Thema in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

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Die Arbeit – das Rückgrat der Gesellschaft

Eine große Veränderung erleben die Arbeitnehmer zunehmend im Einsatz neuer Technologien und Künstlicher Intelligenz, betont Nahles. Die Arbeitnehmer müssten sich zunächst mit neuen Abläufen vertraut machen, was zu Unsicherheiten führe – besonders in Anbetracht der rasanten Entwicklung, so Nahles. Auch der Hildesheimer Bischof ging auf die Digitalisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz ein. Arbeit bleibe trotzdem „aus ökonomischer, sozialer und kultureller Perspektive wichtig“, so Wilmer. Zudem fördere Arbeit Gemeinschaft und sei „gelebte Demokratie“. Zugleich forderte der Bischof eine bessere Bildungs- und Sozialpolitik. Wilmer erklärte, angelehnt an die im Impulspapier genannten Punkte, dass Arbeit sichtbar sein müsse, Befähigung und einen ethischen Kompass erfordere.

In seinem abschließenden Appell forderte er, Arbeit neu zu denken. „Lasst uns eintreten für eine Arbeitswelt, die verbindet, bildet und trägt.“ Denn nur so bleibe die Gesellschaft im Innersten zusammen, warnte Wilmer. Arbeit sei letztlich mehr als nur ein Job. „Sie ist das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.“ Andrea Nahles würdigte die im Arbeitspapier verwendete Sprache. Diese zeige die Wertschätzung der Menschen und ihrer geleisteten Arbeit. Zudem lobte Andrea Nahles den „wichtigen gesellschaftspolitischen Diskurs“, den die DBK eröffnet habe. Durch die Arbeit sei es möglich, als Mensch an der Gesellschaft und der Welt zu arbeiten, betonte die Politikerin.

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